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Wildpflanzen

Wildkräuter: Freunde und Begleiter

Wild wachsende Kräuter werden im Allgemeinen in Kochrezepten oder als pflanzliche Heilmittel verortet. Die Bündner Kräuterfrau Gisula Tscharner begegnet ihnen in dankbarer Ehrfurcht und in einem weitgespannten Erfahrungsumfeld.

Frau Tscharner, im Gartenbau und in der Landwirtschaft wird zwischen Kulturpflanzen und dem Unkraut unterschieden, das ausgerottet werden muss. Was halten Sie als leidenschaftliche Wildkräutersammlerin von dieser Unterteilung?
Gisula Tscharner:
Wann immer von Ausrottung die Rede ist, lauert im Hintergrund die Angst! Während einiger Zeit sprachen Wildkräuter-Pioniere von Beikräutern, um den sogenannten Unkräutern mehr Respekt zu erweisen. Beikraut klingt aber ebenfalls sehr herablassend. Im Althochdeutschen hatte der Wortauftakt «Un-» nichts mit Herabminderung zu tun, im Gegenteil. Eine «Unmenge Menschen» meint eine fast unüberblickbar grosse Menschenmenge – und was unglaublich schön ist, empfinden wir als überwältigend ansehnlich.

Der Begriff Unkraut stört Sie also gar nicht?
Nein, weil es um eine Unmenge von Kräutern geht, die uns begleiten, die einfach da sind und uns nichts Böses wollen. Sie waren lange vor uns Menschenwesen auf der Welt und werden uns wohl auch problemlos überleben. …

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