Benediktenkraut (Cnicus benedictus)
Der nachhaltige Verdauungshelfer |
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Das Benediktenkraut war im Mittelalter in jedem Klostergarten zu Hause und hatte den Ruf eines Allheilmittels: Es regeneriert die gesamte Verdauungstätigkeit sanft und nachhaltig. |
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Das Benediktenkraut liebt trockene, sonnige Schutt- und Ödplätze. Man trifft es bevorzugt im Mittelmeerraum an, wild bis auf 1000 m Höhe wachsend. Es bildet eine dicke Pfahlwurzel, aus der eine Grundrosette mit lanzettlich, gezähnten Blättern hervorgeht. Der bis zu 60 cm grosse Stängel ist behaart, hohl und 5-kantig. Um ihn ordnen sich spiralförmig die fiedrig gelappten grünen Blätter, die am Blatt-rand bedornt sind. Zuoberst thronen gelbe Blütenköpfchen, deren Hüllblätter ebenfalls bedornt und alle mit spinnwebartigen Haaren untereinander verbunden sind. Kräuterlikörchen gefällig? Den Magen freuts! Benediktinerkloster mit Heilpflanzengärten Das Benediktenkraut ist ein aromatisches Bittermittel, ein «Amarum aromaticum». Es hat einen Bitterwert von 800, das bedeutet, dass 1 g Benediktenkraut einem Krug von 0,8 Litern Wasser einen bitteren Geschmack verleiht. Im Gegensatz zum Gelben Enzian (Bitterwert 10 000 bis 30 000) ist seine Bitterwirkung sanft und angenehm. Es regt demzufolge mild die Sekretionstätigkeit des Magens, Zwölffingerdarms, von Leber/Galle und Pankreas an. Zudem wirkt es entzündungshemmend und regeneriert nachhaltig sanft eine gestörte Verdauungsfunktion. Christine Funke |
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